31. August 2013

I C H

Morgen ist es so weit: dann bin ich seit einem Jahr Auszubildende in meinem Betrieb. Dann habe ich offiziell mein 1. Lehrjahr abgeschlossen und bin Auszubildende im 2. Lehrjahr... Und dieses Jahr erscheint mir doch so kurz... Ist es Einbildung, dass Jahre, umso älter man wird, umso schneller vorbei gehen? Früher kam mir die Zeit zwischen Ostern und Weihnachten ewig vor, heute denk ich oft: "Ach is ja eh schon bald..."
In diesem einen Jahr habe ich vieles gelernt... Viel über die Anatomie des Menschen, über Krankheiten, über unser Gesundheitssystem, über Behinderungen, Empathie, biologische und/oder chemische Abläufe im Körper, Vorschriften, Desinfektion, Verbände, Insulin, Diabetes Melitus, Kinästetik, ... eigentlich ist es doch schon sehr viel.  Und doch kommt es mir vor als wäre es gestern gewesen, dass ich aufgeregt in meiner neuen Wohnung sitze, weil morgen mein erster Schultag in der neuen Schule, der neuen Ausbildung, der neuen Klasse ist...
In dem einen Jahr habe ich auch Döbeln und Roßwein ganz gut kennengelernt. In Roßwein weiß ich mittlerweile bei vielem wo ich es finde und wie ich hinkomme... Und auch in Döbeln kann ich mich gut orientieren. Meine Mutter hat gestern erst die Orientierung verloren, als wir zusammen unterwegs waren... Aber ich wusste, wo es lang geht. Denn ich habe gelernt mich hier zurecht zu finden. Ich bin hier allein gestartet und das hat mich doch in einem gewissen Maße stark gemacht. Aber diese Gegend hat auch viele negative Dinge gebracht... Die dazu führten, dass ich nun mehr oder weniger starke Depressionen habe... Und diese haben nun, nach drei Besuchen beim Psychologen, auch eines bewirkt: Ich habe mich besser kennengelernt. In einem Jahr, in dem man besonders viel mit sich selbst zu tun hat, lernt man seine Fehler kennen... Aber auch all das, was man kann. Leider vergesse ich zu oft wer ich bin und was ich kann... 

Ich bin doch schon stark hier zu bleiben, es durchzuziehen, egal wie viele Steine mir in den Weg gelegt werden, egal wie viele Vollidioten ich hier noch kennenlernen werde ... Ich zieh auch mindestens die nächsten zwei Jahre genauso energisch und stark durch. Ich habe ein Ziel. Ich möchte in zwei Jahren zur Exmatrikulation den Titel: Altenpflegerin tragen dürfen und als solche Arbeiten. Nein, ich möchte nicht. Ich will! Und ich weiß, dass ich es schaffen werde...  Und ich weiß auch, was ich dabei auf keinen Fall aus dem Auge verlieren darf: Mich und meinen eigenen Willen. Denn genau das ist, was wichtig ist. I C H

27. August 2013

A picture

Irgendwie weiß ich nicht, was ich dazu schreiben soll. Es ist jedenfalls seit langem endlich mal wieder ein Bild von mir, das ich mag!

12. August 2013

Dinge über die ich mich aufrege #1

Ja... Ihr lest richtig. Ich brauch einfach eine Plattform auf der ich mich auskotzen kann, über Dinge, die mich aufregen! Also fange ich heute damit an!

Ich fang heute einfach mal mit einem Thema an, dass mir schon seit einem knappen halben Jahr auf dem Herzen liegt. Vor drei Tagen ist mir dafür sogar im Internet das richtige Bild in die "Finger" geraten:
"Ich hasse es wenn Leute sagen, dass sie dich vermissen, aber sich nichtmal bemühen mit dir zu sprechen oder dich zu sehen.
Ok. Ich kenne folgende Situation, in der ich auch nicht unbedingt zu der Person sagen würde: "Hey, du fehlst mir", dass ist die nach einem riesen Streit in der einer von beiden sagte:"Ich will dich nie wieder sehen" oder ähnliches. Aber selbst dann bin ich irgendwann, wenn mir die Person wirklich fehlt, soweit zu sagen (auch wenn ich vielleicht nicht allein Schuld bin): "Hey, es tut mir Leid, ist scheiße gelaufen, DU FEHLST MIR, können wir vielleicht nochmal darüber reden?"  Aber ich sehe ein, dass es Menschen gibt, die dann Stur bleiben, manchmal wünsche ich mir sogar, dass ich bei sowas auch etwas mehr durchhaltevermögen hätte.

Aber was ich absolut nicht verstehe ist folgendes:
Ich wohne nun seit knapp einem Jahr in Roßwein, dieser Ort ist knappe 100 Kilometer (je nach Strecke und genauem Ort etc.) von meiner Heimat entfernt. Das sind mit Auto maximal 1,5 Stunden fahrt & mit Zug (und da spreche ich aus Erfahrung) ca 2-3 Stunden, wenn überhaupt. Ich sehe auch vollkommen ein, dass meine Freunde, die ja meist selbst noch in der Ausbildung sind etc, mich nicht jedes Wochenende besuchen kommen oder hier einmal im Monat aufschlagen... Aber, hier kommt die traurige Nachricht: Noch keiner, von jenen Menschen, die mir  oft sagen: "Anja, wir müssen uns ganz bald wiedersehen" hat es bisher geschafft sich hier meine Wohnung anzuschauen. Lediglich meine Eltern, meine Schwester(die einen noch weiteren Weg + 4Kinder hat) und mein Cousin(am Anfang beim Umzug) haben den Weg hierher gefunden. Sonst verdammtnochmal niemand. Ich habe sogar eine Couch, die man zum Bett machen kann und ein Luftbett, so dass improvisiert noch ca 3 Personen hier Platz finden würden UND ein Studentenwohnheim in der Nähe, in welchem man sehr günstig(23€/Nacht) übernachten kann. Sogar meine Nachbarin, mit der ich ein gutes Verhältnis habe, hat mir mittlerweile bei einem demnächst anstehenden Besuch angeboten, dass sie ihr Gästezimmer anbieten würde! Ok, nun kann man sagen: der Weg ist weit, die Kosten "hoch" (Zug: ca 44 Euro, Autp sind ca 30 - 40€)... Aber jetzt mal ehrlich: ich habe auch keinen Esel, der Gold scheißt und habe es in der Zeit immerhin schon 4-5 Mal nach Hause geschafft!Und das obwohl ich, im Gegensatz zu vielen meiner "Freunde", einen Haushalt führe & somit noch zusätzliche Kosten hab.
Und wisst ihr, was mich richtig traurig macht? Ich habe bei den letzten beiden Besuchen eine Grillparty gemacht & jedesmal vielen dieser Leute bescheid gesagt, dass sie gern kommen können & einfach nur ein wenig Grillzeug mitbringen sollen, je nachdem was sie gern wollen. Ich habs letztes mal sogar extra als Facebookveranstaltung gemacht, damit sich Fahrgemeinschaften bilden können & die Absprachen leichter sind. Im Endeffeckt sind von denen, die mich ja so vermissen, das erste mal 3-4 Leute erschienen. Zwei davon würde ich als "den harten Kern" bezeichnen, weil sie beide male da waren. Ich seh auch ein, dass es Gründe gibt, warum man nicht kommen kann. Jeder hat private Dinge, die plötzlich dazwischen kommen(naturkatastrophen, Krankheit) oder lange geplant sind (Geburtstag, Hochzeit,...). Aber es gibt ein sehr schönes Volk, unter meinen "Freunden", nämlich jene, die mir einfach mal gar nicht antworten oder mir kommen mit: "Also zu dir kommen und was mitbringen, dass is schon zu teuer" (besagte Person wohnt in meinem Heimatort und kann Rad fahren! Ein Paket Würstl kostet ca 2€ )...
Es kotzt mich wirklich an, dieses Verhalten. Es kotzt mich wirklich an. Bin ich denn nichtmal das Wert? Bin ich so unwichtig? Als ich hier hergekommen bin, haben mir so viele Menschen gesagt, dass sie herkommen werden, dass wir uns unbedingt sehen müssen, ... und davon, so ist es mir jetzt bewusst geworden, waren vielleicht drei jene, die das wirklich ernst meinten. . .

Ich danke all jenen, die sich hartnäckig darum kümmern, den Kontakt zu mir trotz 100km Entfernung aufrecht zu erhalten, all jenen, die ich hier kennengelernt habe & die mich aufmuntern, aber auch all denjenigen, die mir zeigen, was Freundschaft definitiv nicht ist.

Julian? Patrick? Paps? Ich freu mich auf unser nächstes Grillerchen mit dem Wildschwein! (Caro? Dich holen wir per Skype aus Amsterdam dazu!)

11. August 2013

It must be...

Warum erregst du mich
 auf die falsche Art und Weise?
Warum sagst du die Dinge, die du sagst?
Manchmal frage ich mich,
wie wir zwei überhaupt zueinander gefunden haben. 
Aber ohne dich 
bin ich nicht vollständig.

8. August 2013


Es wird sicherlich ein harter und steiniger Weg, aber ich werde ihn gehen. Ich werde es schaffen. Und irgendwann werde ich über all die Probleme, all diese Gedanken lachen... Ich werde diese Blogeinträge ansehen und mit einem Schmunzeln, weil ich es dann geschafft habe, ich habe dann mein persönliches Loch zugebuddelt, die Stelle gut markiert & werde verhindern jemals wieder hinein zu fallen.