18. November 2017

Im Inneren


Ein Schweben zwischen Hoffnung, Liebestaumel, Zweifeln und Angst.
Ein Gefühl zwischen Neuanfang, Neuorientierung und Sesshaftigkeit.
Gedanklich zwischen möglichen Zukunftsplänen und dem großen Zögern .
Gespalten zwischen beständiger Konstanz und stetiger Veränderung.

Glücklich in Gesellschaft und doch viel zu gern allein.
Muss man erst alles Hinterfragen um dann doch sicher zu sein?
Fühle mich taumelnd wie Kind, das gerade seine ersten Schritte geht
und doch so selbstsicher wie ein Krieger, der in die Schlacht zieht.
Meine Selbstzweifel und mein Selbstbewusstsein auf dem Weg zur Kollision,
unaufhaltbar wie zwei Protonen im Teilchenbeschleuniger von CERN .
Teilweise erfroren im Gedanken, sie könnten miteinander verschmelzen.
Seh' ich den schwarzen Hund in weiter Ferne winken und doch wirkt er so nah.
Als wäre er gleichzeitig direkt an meiner Seite und Kilometerweit entfernt.
Sein Schatten oft Spürbar und doch steh ich in vollem Licht.
Meine Augen sind geschlossen, aber niemand, der mich führt.
Kann mir nur schwer selbst vertrauen, die Augen öffnen, will ich nicht.

Sag mir selbst: "Der Weg ist das Ziel", doch sicher bin ich nicht.
Also wandel' ich weiter umher zwischen Schatten und Licht, Regenbogen und Sturm.
In der Hoffnung, dass meine Seele nicht nochmal zerbricht.

12. November 2017

An die Frau, die mich immer kritisiert..

Hallo,


Hallo du, mich immer wieder kritisierende Frau, die mir immer wieder, mit ihren Blicken, Äußerungen und Lauten, zeigt, dass sie wenig von mir hält. Die mir offen zeigt, dass sie von meiner Art zu leben und zu lieben nicht überzeugt ist. Die mir immer wieder klar macht, dass ich ständig und immer etwas falsch machen würde. 
Eigentlich wollte ich mit einer Reihe von Entschuldigungen beginnen. Aber weißt du was? Als ich darüber nachgedacht habe & mich damit befasst habe, was ich doch alles aus deiner Sicht falsch mache, wurde mir klar: Ich möchte mich gar nicht entschuldigen. Denn tief im Inneren tut es mir nicht im Ansatz leid. 
Ich möchte mich nicht dafür entschuldigen, dass ich manchmal immer noch leichtfüßig durchs Leben tanze. Denn es tut mir gut Leichtigkeit in mir zu spüren und sie nach Außen zu tragen. 
Ich möchte mich nicht dafür entschuldigen, dass ich mit Mitte 20 noch keine Kinder habe & auch noch nicht verheiratet bin. Im Gegenteil: Ich hätte dieser Aufgabe bisher einfach nicht gerecht werden können. Ich hatte viel zu viele Ängste, Zweifel und Bedenken zu mir selbst - wie hätte ich da einen Mann ganz und gar glücklich machen können oder Kinder zu selbstständigen, ehrlichen, lebensfrohen Menschen erziehen sollen?
Ich möchte mich nicht dafür entschuldigen, dass ich eine unendliche Hoffnung und einen Glauben an das Gute im Menschen habe. Denn ohne Hoffnung würde ich heute nicht stehen, wo ich stehe. Hätte ich nicht die Hoffnung gehabt, dass ich es schaffen werde, mein Leben wieder als Lebenswert und Bedeutsam zu sehen, dann wäre ich vermutlich nicht mehr hier. An meiner Stelle wäre eine Lücke auf dem Familienfoto. 
Ich möchte mich nicht dafür entschuldigen, dass ich Kleinigkeiten im Leben schätze & dies auch nach Außen hin zeige. Ich schätze es noch, wenn ein Marienkäfer vor mir an einer Wand hoch klettert. Ich genieße den Augenblick, wenn die Sonne in meiner Nase kitzelt. Und ich mag es mich selbst immer wieder an die Guten Dinge zu erinnern. Deshalb erzähle ich auch davon. 
Ich möchte mich auch nicht dafür entschuldigen, dass ich das Leben mit einer großen Portion Humor nehme. Anders könnte man all die Idiotie, all den Stumpfsinn, all den Hass, all die Probleme, all das Leid und all die kleinen Sorgen nicht ertragen. 
Ich möchte mich ebenfalls nicht dafür entschuldigen, dass ich immer versuche das Positive in einer Situation zu finden. Ein wenig Optimismus schafft mir jeden Tag ein bisschen Glück. Denn das eigene Glück beginnt in einem Selbst. Durch all das Positive, dass ich aus den Ereignissen ziehe, wird es für mich erst Lebenswert und Wunderschön. 

Vielleicht siehst du einige Dinge auch ganz genauso und lebst sie nur anders. Vielleicht bist du manchmal auch ein wenig neidisch. Vermutlich denkst du, dass dein Weg der einzig Richtige ist. Und das ist er vermutlich auch: Für dich. Aber nicht für mich. Mein Weg ist ein anderen & damit musst du dich arrangieren. 

Bis Bald.
Anja. 

4. Oktober 2017

Ich hab dich so lieb. Manchmal lieber als mich.

Du und ich. Auf dem Weg nach Hause. Heute ist einer der besonderen Tage. Der Tage, an denen du mich abholst - vom Kindergarten. Es ist Herbst. Glaube ich. Es hat zumindest geregnet und das Laub ist nass. Aber ist warm genug um mit dem Rad zu fahren und ich habe Gummistiefel an. Ich sitze auf deinem Fahrrad - auf dieser komischen Querstange, die so ein Herrenrad nun 'mal hat. Ich bin unsicher, muss mich ganz schön festhalten - aber du hältst mich. Mit deinen Händen am Lenker - und den Armen links und rechts an mir vorbei. Huch. "Stopp!", rufe ich. Du drückst auf die Bremse. Ich habe einen meiner Stiefel verloren. Du willst nicht schon wieder mit einer Schwester heim kommen, die einen Stiefel verloren hat. Du rollst wieder zurück und hebst ihn auf. So dass ich keine nassen Füße bekomme.

"Anja. Meine Frau hat mich verlassen." - zum zweiten Mal musst du Worte wie diese formen. Zum zweiten Mal sitzt du im Auto - alkoholisiert. Ich habe Briefe und Momente in meinem Hinterkopf. Gedanken und Erlebnisse an die ich ungern zurück denke. Und diesmal versprichst du mir stark zu sein., dich in keine gefährliche Situation zu bringen. Nun muss ich dich halten: Nicht so wie du mich damals auf dem Fahrrad. Als kleine Schwester gebe ich mein Bestes dich zu unterstützen. Dich zu halten, trotz der vielen Kilometer zwischen uns.

"Frank. Nicht, dass wir einbrechen." - "Schau, die Kinder laufen Schlittschuhe, da passiert schon nix." Es ist wieder einer dieser Tage, an denen mich mein großer Bruder von der KiTa abholt. Mit dem Schlitten. Es hat geschneit. Der Teich im Ort ist zugefroren und du ziehst mich hinüber - über die Eisdecke, weil der Weg so kürzer ist. Vermutlich bist du als Teenie ziemlich genervt davon mich abzuholen - aber für mich ist es aufregend - eine Art Abenteuer. - Und den Weg über's Eis haben wir gemeistert - ohne einzubrechen.

Heute ist 2017 - wir sind beide gefühlt schon zehn mal in einen eiskalten See eingebrochen. Und wir kletterten wieder hinaus. Wir haben vieles gelernt - vieles erlebt . Und auch wenn wir es nicht immer sagen oder zeigen: Es ist klar, dass wir zusammen halten. 
Das Verhältnis zwischen großem Bruder und kleiner Schwester ist etwas besonderes. Du bist mein Beschützer, der der zu mir hält und trotzdem seine Meinung sagt. Jemand, über den ich fluchen kann und den ich trotzdem gern bei mir habe. Du bist irgendwas zwischen Vater und Kumpel - zwischen König und Hofnarr. Irgendwas zwischen Vertrauen und nötigem Abstand. Ich weiß, auf dich kann ich bauen, wenn ich falle. Und du kannst es andersherum. Manchmal brauchen wir dafür gar nicht viele Worte. Manchmal nutzen wir einfach, dass wir einen ähnlichen Humor haben. 

"Ich hab dich so lieb. Manchmal lieber als mich."
Julia Engelmann - Für meinen Bruder. 



28. September 2017

Abschied



Abschied. Manchmal zwingt einen der Tod dazu. Manchmal eine andere Person oder die Umstände. Manchmal geht er von einem selbst aus. Manchmal kommt er schleichend, manchmal plötzlich. Aber eines ist er nie: Einfach.
In den vergangenen Wochen und Monaten habe ich viele Abschiede erlebt. Erleben müssen. Und ich meine wirklich nicht den Abschied auf Zeit - auch wenn dieser genauso schmerzt. Nein. Ich meine jenen Abschied für die Ewigkeit.
Ich habe dieses Jahr zwei Freundschaften aufgegeben und abgeschlossen. Jeder dieser Abschiede war anders. Eine gab ich auf, weil ich einfach nicht mit der neuen Lebensführung klar komme. Es klingt hart. Aber ich habe aussortiert, was mich runter zieht, mich zu sehr beschäftigt. Ich weiß, dass die Person diese Lebensführung nicht ändern wird - aus verschiedensten Gründen. Und ich weiß, dass ich mich damit nicht länger aufhalten will.  Der andere Abschied war schwerer für mich. Es ist schwer für mich all die Erinnerungen und gemeinsamen Momente, das Vertrauen und all das, von dem ich dachte, es verbinde uns, gehen zu lassen. Ich habe gekämpft - es versucht - aber die Gegenseite ging nicht darauf ein. Ich hätte gern noch einige "Kleinigkeiten", die irgendwie zwischen und stehen, geklärt. Diese Chance wurde mir verwehrt. Und langsam realisiere ich, dass dieser Abschied wohl richtig ist, dass es gut ist abzuschließen - nicht zu warten...
Für mich ganz allein habe ich mich von meinem leben der letzten Jahre verabschiedet - wozu auch ein Beziehungsende gehört. Dieser Abschied war für mich eine Berg-und-Tal-Fahrt. Lange habe ich gehadert, der Kopf gearbeitet, die Laune gelitten und am Ende ist es vor allem eines: Befreiend. Ich habe mich von Sorgen, Ängsten und Zurückhaltung verabschiedet, sagte Tschüss zu Unklarheiten, negativen Gefühlen und dem absoluten Chaos. Ich nahm mich selbst an die Hand: Auf eine Reise zu mir selbst. Vielleicht habe ich sie noch nicht beendet. Vielleicht ist auch der Weg das Ziel & die stätige Veränderung, der Sinn dieses Weges. Doch ich spüre, dass ich auf einem guten Kurs unterwegs bin.
Und dann, dann kam ein Abschied, den ich so nicht erwartet hätte - von dem ich nicht dachte, dass er so schnell eintritt. Es traf mich mitten ins Herz. . . Manche Menschen schaffen es einem emotional und menschlich näher zu kommen als man es erwartet - als sie es sollten. Man baut Vertrauen auf und schafft eine Verbindung. Ich habe nie bewusst gemerkt, wie aus einer beruflichen Beziehung auch eine private wurde. Eine Person mit unglaublicher Kraft, Lebensfreude, Humor, Liebe und Spaß am Leben. Ein Platz an den man gerne kommt, wo man ehrlich sein kann - ein Geheimnis anvertraut. Wo man Scherze macht, aber auch ernst sein kann. Leider erklärte uns das Schicksal dann, dass es einem sehr schnell und einfach einen Strich durch die Rechnung machen kann. Dass nichts für immer ist. Der Tod tritt dort ein, wo er - gefühlt - noch nicht sollte. Und zurück bleiben Fragen und ein leerer Platz. 

Trotz all den negativen, schmerzhaften Seiten eines Abschiedes: Ich weiß, dass jedes Ende auch ein Anfang ist. Ich weiß, dass vieles eine Frage der Perspektive ist - eine Frage des Blickwinkels, aus dem man es betrachtet. Das Leben geht weiter und es kommen neue Erfahrungen auf mich zu gerollt, mit jedem Herzschlag. Und genau deshalb durchschreite ich dieses Leben lieber in aufrechter Körperhaltung und einem Blick nach vorn. Auch wenn man die bereits gegangen Schritte nie vergessen sollte, so läuft der Weg des Lebens weiter.  Und ich bin überzeugt: Auch wenn ein Abschied nicht einfach ist und verdammt weh tun kann, hält er eine wichtige Chance für uns bereit. 



In Gedenken an L.J. (1931-2017) 
Danke für das Vertrauen & die Lebensfreude.
Auf das Leben & die Liebe.
Ruhe in Frieden. 

20. September 2017

Mein König.

"Einmal Hölle und zurück
Auf der Jagd nach schnellem Glück
Mein Herz zu oft verloren
War kaputt und fast erfror'n  "


Mein Superheld hat weder Cape, noch Anzug noch Superkräfte. Und doch ist er der größte Held für mich. Mein Vorbild, mein Beschützer, mein doppelter Boden, mein Fels in der Brandung, mein König - der Superheld ohne Cape. Und auch, wenn er nicht durch die Luft fliegen kann, keinen Laserblick hat, sich nicht Verwandeln kann oder alles erstarren lassen kann - hat er für mich jede Menge Superkräfte. Er kann mich zum Lächeln bringen - mit einem Blick, einer Geste, einer Umarmung. Er erkennt, wie ich mich fühle - ohne ein Wort. Er tut sein Bestes, damit ich das Beste habe & versucht mich auf meinem Weg in diese Welt zu unterstützen. Er kann fast alles handwerkliche, er kann kochen, tanzen, lachen, singen und grillen. Er hat die Kraft meinen Akku vollkommen aufzuladen, mir Sicherheit zu geben, mir aber auch meine Freiheit und Lebensfreude zu schenken. Er kämpft für mein Glück. Wenn es sein muss - allein. 

"Ich weiß: Keiner kennt mich so wie du
Meine Narben, meine Wut
Ich kann dich alles fragen & dir auch alles sagen
Und doch...
So viele Lieder schrieb ich dir
Doch keines klingt so schön wie wir
Manchmal hab ich so 'ne Angst, das mit uns hier zu verlieren"

Ich habe lange gekämpft um meine Abgründe zu verbergen. Ihm nicht zu zeigen, dass der Kummer und das Leid über mich hinein brachen und mich nach unten drückten. Und doch, hat er mich zum kämpfen bewegt. Mir mit Kleinigkeiten jedes Mal gezeigt, dass ich etwas Wert bin - dass ich mehr Wert bin als ich dachte, als mir meine Depression vorgaukeln wollte. Er war einer der Gründe, für mich, für dieses Leben zu kämpfen. Er zeigte mir einen Teil dieser Welt & seiner Welt. Ich habe gelernt ihm wieder so zu vertrauen, wie ich es als Kind tat. Blind. Und ohne Ängste. Er ist nun wie ein doppelter Boden für meine Seele. 

"Ich kann nur schwer allein sein,
Kann zynisch und gemein sein.
Manchmal tu ich mir selber weh:
Wenn die alten Wunden brennen
Und ich will einfach rennen.
Dann legst du deine Hände auf."

Er ist derjenige, auf dessen Einschätzungen, ich bauen kann. Neben denen meiner Mutter. Er erkennt, was jemand im Schilde führt, was hinter der Schale steckt. Was gut ist & was nicht. Auch das musste ich erst lernen. Heute weiß ich, dass jeder "Kämpfer" an meiner Seite, den er akzeptiert, dort den richtigen Platz hat. Er erkennt, wer die Richtige Begleitung für mein Leben ist. Wer mir helfen wird, dieses Leben zu meistern und zu lieben, wenn er mal nicht mehr ist. Doch ich hoffe, dass dieser Moment erst in einer sehr fernen Zukunft eintritt. Doch bis dahin sattelt er mit mir meine Armee, hilft uns zu schwimmen, zu schießen & Probleme zu lösen. 

"Egal was auch passiert, du steigst für mich in jeden Ring
Du tötest jeden Drachen und machst mich zur Königin
Und ich will nur,dass du weißt: ich bin immer da für dich"

Ja. Meine Armee. Denn er ist mein König. Er beschützt sein Königreich & hilft mir meines zu erbauen. Er gibt mir Stück für Stück ein wenig von seinem Königreich ab, zeigt mir, wie ich es schützen kann, vergrößern kann, wie ich dort lange & glücklich leben kann. Ich bin seine Prinzessin - doch irgendwann werde ich zur Königin werden & darauf bereitet er mich vor. Ich hoffe, dass ich ihm irgendwann einen Prinzen vorstelle, der sein Reich mit meinem verbindet & meinem König & Superhelden, die Zuversicht gibt, dass ich für immer glücklich und aufrecht stehend durch dieses Königreich gehen werde. Ich bin dankbar. Für alles, was er für mich gibt, was er für mich schafft.

Wer dieser Superheld & König ist? Mein Papa. 

Alles Gute zum Geburtstag. Ich kann heute leider nicht bei dir sein, aber du weißt, in Gedanken bin ich es - immer. Ich hab dich lieb.









11. September 2017

Zwei Mütter?

Hallo. Ich bin Anja, 25, Altenpflegerin, Scheidungskind, glücklich, Zwergkaninchenmami, Nesthäkchen, und ich habe sozusagen 2 Mütter.
Um von Anfang an alle Missverständnisse vorzubeugen: Ich bin nicht von zwei Müttern als Paar groß gezogen worden.
Als ich 12/13 Jahre alt war, wurde ich Scheidungskind. Meine Eltern trennten sich. Ich zog mit meiner leiblichen Mutter aus dem Haus in dem ich groß geworden bin. Im Haus blieb mein Vater und seine neue Partnerin zog mit ihrer Tochter ein. Anfangs fiel es mir schwer die "neue Frau" an Papas Seite zu akzeptieren. Schließlich wünscht man sich als Kind, dass die eigenen Eltern vereint bleiben, nicht getrennte Wege gehen, und die Worte Trennung und Scheidung nicht einmal in Anbetracht ziehen. Erschwerend kam für mich hinzu, dass mein Vater kurz nach der Scheidung "die Neue" auch noch heiratete. Ich glaube die Gesichter meiner Schwester und mir, als sie uns das sagten, werden sie auch nie vergessen. Ich denke, das ist vollkommen normal & ein Prozess, den jedes Kind durchlebt, dessen Eltern "plötzlich" neue Partner haben. Einige bleiben leider in diesem Zustand hängen und scheinen den neuen Partnern keine Chance zu geben. All jenen Rate ich: Lass es zu. Für eure Eltern. Bedenkt, dass eure Eltern prinzipiell 2 Dinge wollen: 1. Dass ihr als Kind glücklich, gesund, abgesichert und zufrieden seid.  und 2. wollen sie selbst glücklich sein, sich Träume erfüllen und gesund bleiben. Und dieser neue Partner bedeutet für euren Elternteil ganz besonders eines: Glück.
Ich bin eine von euch- ich weiß es ist schwer zu akzeptieren, dass die eigene Mutter den eigenen Vater - oder umgekehrt - nicht mehr glücklich macht. Schwer zu akzeptieren, dass die Liebe, von der man als Kind immer ein Idealbild hat, vergänglich ist - Aber diese "neue Person" kann euer Leben ebenso bereichern.
Meine Stiefmutter machte es mir immer einfach, sie an Papas Seite zu akzeptieren. Sie anzunehmen und zu schätzen. Es war von Anfang an erkennbar, dass sie meinen Vater glücklich macht. Und sie gab mir Zeit und Raum. Sie gab meinem Vater und mir die Zeit und zu sehen, Dinge zu unternehmen, Vater und Tochter zu sein und uns zu unterhalten. Sie mischt sich - bis heute - nie ungefragt ein, gibt aber Ratschläge, wenn man sie fragt. Sie hat ein offenes Ohr & ein reines Herz. Ich konnte sie Stück für Stück kennenlernen, ihr Fragen stellen und Dinge anvertrauen. Sie hat meinen Vater verändert - und vielleicht auch mich. Sie machte ihn zu einem glücklichen Mann. Er zeigt heute seine Emotionen, ist offener, verständnisvoller. Er hat stets offene Arme und Ohren für mich und sogar meine Freunde. Er erfüllt sich Wünsche wie das Reisen und Konzerte. Sie hat ihm geholfen, sich weiter zu entwickeln und dennoch er zu bleiben. Sie unterstützt ihn & mich. Und nach über 10 Jahren, gemeinsamen Urlauben mit meinem Vater, ihr und ihrer Tochter, kann ich sagen: Ich habe eine Art Mutterfigur  dazu gewonnen.
Natürlich kann sie meine eigene Mutter nie ersetzen oder in den Schatten stellen. Dafür habe ich ein viel zu liebesvolles, inniges und vertrauensvolles Verhältnis zu meiner Mutter. Aber wenn ein Fremder meine Stiefmutter - unwissender Weise - als meine Mutter bezeichnet, dann kann ich es für mich annehmen - und protesteiere weder innerlich noch äußerlich. Sie ist mehr als "nur" die Partnerin meines Vaters - und dafür bin ich ihr dankbar. Dankbar, dass sie mich als Kind meines Vaters angenommen hat, sich nie ungefragt einmischte und dennoch stets zu uns steht. Danke, P.. Du machst das Wunderbar.

7. September 2017

Der schwarze Hund war wieder da....

"Der schwarze Hund war wieder da" -  ein Satz, den viele nicht verstehen. Ein Satz, der anderen, alles sagt - sie eventuell verunsichert oder besorgt stimmt.  (An dieser Stelle möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen. )

Der schwarze Hund. Ein Synonym, eine Metapher für Depressionen. Für das beklemmende Gefühl in der Brust. Die schwarze, dunkle Wolke, die alles bedeckt. Die über den Gefühlen hängt. Der schwarze Hund, der einen verfolgt, einem zuzwinkert und vertrauensvoll ruft: Dein Leben ist sinnlos. Du bist sinnlos. Alles ist Sinnlos. Ein Hund, der ein treuer Begleiter ist, der dir aber jede Kraft nimmt. Kraft zum aufstehen, Kraft zum Gehen, Kraft zum Fühlen. Sogar die Kraft Glück zu empfinden. Ein Hund der nicht nach draußen will. Er will in der Wohnung bleiben... Gassi gehen, Gesellschaft, andere Menschen, all das findet dieser schwarze Hund schrecklich.

Vor kurzem sagte jemand zu mir, dass er sich Depressionen so gar nicht vorstellen kann. Das er nicht versteht, wie man alles ohne Sinn empfinden kann - ganz besonders das Leben. Und ich sagte ihm, was ich jedem anderen auch sagen würde: "Sei froh." . Wirklich. Seid froh, wenn ihr nicht nachvollziehen könnt, was da passiert - wie man so denken kann. Seid froh, dass ihr euch nicht mit eurem Tod beschäftigt habt. Nicht mit dem wann, wie, wo... Ich sagte ihm, außerdem, dass es wie eine graue Wolke ist, die alles überdeckt und einen keine positiven Gefühle empfinden lässt. Eigentlich wollte ich nie wirklich tot sein, dass kann ich so im nachhinein reflektieren. Ich wollte einfach nur, dass diese Sinnlosigkeit ein Ende hat. Ich wollte, dass ich wieder einen Sinn im Leben sehe. - Glück und Freude zu empfinden, das sind Dinge, die ich noch immer schätze.

Und dennoch versucht diese Wolke mich hin und wieder in den Bann zu ziehen. Mein Leben mit Dunkelheit zu bedecken. Mir zu zeigen, wie negativ alles ist. Manchmal merke ich das nicht sofort... Doch spätestens wenn andere bemerken, dass ich schlecht gelaunt bin & ich nicht weiß warum, dann weiß ich es. Dann merke ich es. Dann sehe ich die Wolke. Und was ich dann tu? Ich gebe mich ihr ganz kurz hin. Lasse die negativen Gefühle zu. Und gleichzeitig höre ich in mich hinein. Ich höre mein Herz, spüre das Blut in meinen Adern und atme ein und aus. Da ist Leben in mir - sehr viel. Und dieses Leben hat einen Sinn. Ich habe Ziele. Ich habe einen Überlebenswillen. Ich habe Wünsche, Träume und Freude in mir. Und spätestens wenn ich diese Dinge erkenne, zeige ich der dunklen Wolke den Mittelfinger & gehe mit dem Gedanken, dass morgen ein besserer Tag wird, schlafen.

Ich bin dankbar. Dankbar für meine Stärke. Dankbar, dass ich mich selbst reflektieren kann. Dankbar, dass ich die Wolke mittlerweile erkenne und verscheuchen kann. Dankbar, für die Sonne in mir.

Schwarzer Hund - Du kriegst mich nicht nochmal.

23. August 2017

Ich möchte...

Jemanden, der mit mir einen 5 Sterne Urlaub bucht, 
aber auch beim Campen mit mir glücklich ist. 

Jemanden, mit dem ich planen, 
aber auch spontan sein kann. 

Jemanden, der handwerklich begabt ist, 
aber auch im Haushalt fähig ist. 

Jemanden, der mein Fels in der Brandung 
aber auch gefühlvoll ist. 

Jemanden, der weiß, was er will, 
aber auch an meine Wünsche denkt. 

Jemanden, der mich an seinem Leben teilhaben lässt, 
aber trotzdem geheimnisvoll ist.

Jemanden, der am liebsten jede freie Minute mit mir verbringen will, 
aber mir auch meine Freiheit lässt. 

Jemanden, der kochen kann, 
aber mich auch an den Herd lässt.

Jemanden, der mich ich sein lässt,
aber mir auch seine ehrliche Meinung sagt. 

Jemanden, der meine Stärken kennt, 
aber auch meine Schwächen schätzt. 

Jemanden, bei dem ich  meinen Akku aufladen kann, 
aber dem ich auch helfen kann, selbst stark zu sein. 

Jemanden, der verrückt, 
aber auch ruhig ist.

Jemanden, der die Natur einatmet, erlebt und genießt, 
aber auch einen Tag auf dem Sofa verbringen kann. 

Jemanden, der mir Blumen mitbringt, 
aber nicht (nur) dann, wenn ich damit rechne. 


Und eigentlich, ganz eigentlich,  möchte ich nur jemanden, der mich liebt, treu und ehrlich ist....


7. August 2017

Auf der Suche nach dem Glück..


Fragt man Menschen, was sie sich wünschen, dann läuft am Ende Alles auf dieses kleine Wort aus: Glück. - Aber, was ist Glück überhaupt? Ist es der Moment, in dem er am Traualter "Ja" sagt? Der Moment, in dem du zum aller ersten Mal "das Land deiner Träume" betrittst? Der Moment, wenn der Großvater ein weiteres Jahr geschafft hat und noch seine Urenkel erlebt? Ist Glück dieser Moment, in dem ich hier sitze, ein paar Zeilen auf's Papier bringe und dabei die Natur um mich herum genieße? Ist Glück, die Millionen auf dem Konto zu haben? Schließlich sagt man: "Geld macht glücklich". Oder ist Glück, wenn du rechtzeitig von deinem Smartphone nach oben blickst und so der heranrollenden Straßenbahn ausweichst? Ist es Glück, wenn dich eine Frau küsst und es in deinem ganzen Körper kribbelt?
Kann man glücklich sein? Dauerhaft? Und allein? Ist Glück nur ein Moment? Eine Sekunde? Oder besteht das Glück an sich darin mit sich selbst im Reinen zu sein? Sich selbst zu ertragen, zu stützen, zu reflektieren und nachts um halb 3 zu beruhigen, wenn die Monster der Dunkelheit sich auf einen schmeißen? Vielleicht ist das Glück auch einfach zu leben!? All diese Dinge - die guten und schlechten - zu erleben. Die Luft zu atmen, die Sonne, das Wasser, den Wind und den Boden unter sich zu fühlen. 
Ich glaube: Glück ist individuell - für jeden von uns. Nur wir allein wissen, was uns glücklich macht - und trotzdem wissen wir es manchmal erst, wenn wir dem Glück begegnen.
Für mich ist das Glück nichts greifbares, etwas schwer definierbares. Meist ist es ein Gefühl (in einem Moment), dass mich vollkommen erfüllt, zufrieden stellt, positiv nachhallt, mich Freiheit fühlen lässt und jedes negative Gefühl ertragbarer macht. 

Ob ich glücklich bin? -  Ja
Gänzlich? - Wer kann das schon wissen?
Ich fühle mich gut - gut, mit mir, Meiner selbst und meinem Leben. Und das habe ich besonders einer Person zu verdanken: Dieser einen Person, die immer für mich kämpft, bedingungslos, seit meinem ersten Moment auf dieser Welt. Ihr wollt wissen wer das ist?  - Ich. 
I don't know if you know who you are, until you lose who you are.

23. Juli 2017

Die Route wird neu berechnet..

 Und plötzlich stehst du da. Du hast dir das alles so einfach vorgestellt. Den Entschluss gefasst - Dich getrennt, weil es dir richtig erschien. Weil es eine Entscheidung von Kopf, Bauch und Herz war - aber vor allem: deiner Intuition. Und auf die konntest du dich bisher immer verlassen. Doch dann folgte die Leere. Du füllst sie mit Aufgaben: Umräumen, Aufräumen, Umgestalten, Möbel Rücken, Planung einer Renovierung. Und dann kommst du nicht weiter. Du fühlst dich leer und doch so voller Gedanken. Du liegst gefühlt für eine Woche nur auf deiner Couch und lässt deine Gedanken kreisen, eher unterbewusst, als bewusst. Aber du weißt: Du brauchst diese Ruhe: jetzt - hier - und ohne Kompromisse. Menschen und Konversationen versuchst du aus dem Weg zu gehen. Zu viel ist innerlich in dir Aufgewühlt. Eigentlich ist es dein Unterbewusstsein, welches die Entscheidung trifft. Langsam, Schritt für Schritt kommst du wieder zu dir. Zwingst dich zu menschlichen Interaktionen. Du springst über deinen Schatten, triffst dich mit Freunden, Bekannten und jenen, die es werden wollen. Und dennoch ist in deinem Kopf diese Unruhe, die dich doch gleichzeitig so beruhigt. Du hast einen neuen Weg eingeschlagen und weißt, dass die Veränderung richtig war. "Und nun?", denkst du. Was willst du denn nun? Möchtest du erst einmal allein bleiben? Möchtest du vorerst alles belassen, wie es ist? Wie stellst du dir nun deine Zukunft vor? Was ist mit deinen alten Plänen? Gelten die noch? Du schiebst, planst und überlegst. Und dennoch kommst du dir planlos vor. Als wärst du aus der Bahn geworfen worden. Irgendwo zwischen Wünschen, Gedanken, Träumen und deiner Löffelliste versuchst du dich zu ordnen. Erkennst, was du noch klären willst, bevor es zu spät ist - oder dich gar aufhält. Du erkennst, dass gerade alles im Wandel ist, dass der Kompass sich wild dreht und dein inneres Navigationsgerät schreit. Es schreit dir in die Ohren: " Die Route wird neu berechnet!"
Du hältst kurz inne und beschließt dir die Zeit zu geben, dich wieder zu finden - vielleicht auch neu zu erfinden: Altes abzuhaken, neue Routen zu berechnen und dein Herz in Airbacks einzubetten.




Ich möchte mich bei all jenen bedanken, die zu mir stehen. Die mir Kraft und Halt geben. Die Vertrauen und Verzeihen. Die mir helfen diese neue Route zu finden, eventuell nochmal zu ändern und genau zu durchdenken. Die mir helfen die alten Karten hinter mir zu lassen & das schlechte auszusortieren. Die mich ablenken, die dich mich aufwecken. und mein Herz beschützen. Danke.

22. Juli 2017









19. April 2017

Also habe ich mich verändert. . .

Manchmal.... Da frage ich mich, wie ich es überhaupt geschafft habe aus diesem Loch zu kriechen. Was ich getan habe, um zu mir zu finden, oder ein Stück mehr zu  mir zu finden. Um das Positive zu sehen... Und nicht mehr nur den Abgrund. Schließlich habe ich diesen Abgrund nicht nur gesehen. Ich habe ihn gespürt... Gefühlt, wie er mich immer weiter in die Tiefe zieht... Und mir diese Dunkelheit immer wieder begreiflich machte, dass es keinen Ausweg gibt. 

Vorweg: Den Abgrund sehe ich noch oft genug. Das muss ich (leider) ganz genau so sagen. Ich habe nur gelernt Abstand von ihm zu halten. Und mich festzuhalten, bevor ich auch nur ein Stück hinein rutsche. Ich habe gelernt auf mein innerstes zu hören und nicht auf die verführerische Stimme des Negativen....

"Tatsächlich wachte ich eines Tages auf und entschied, dass ich mich nicht mehr so fühlen wollte, oder jemals wieder. Also habe ich mich verändert. Ungefähr so."

Und so ähnlich war es....   Es gab für mich persönlich  mehrere Schlüsselmomente, so würde ich sie zumindest nennen. Einen davon hatte ich als ich, als Beifahrerin, mit 100km/h innerorts auf eine Kreuzung zu raste. Ich sah mich schon in den entgegenkommenden Fahrzeugen, in der nächsten Hauswand, in einer Mauer. Und in genau diesem Moment sagte ich zum Fahrer etwas, was mir bis dahin gar nicht bewusst war: Etwas, was ich in all dem Dunkel um mich herum, vergessen hatte: "Würdest du bitte bremsen? Ich möchte gern noch weiter leben!"  Der Fahrer bremste und wir schafften es sicher um die Kurve. Ohne Zwischenfall. Ohne Knall. Ohne zu sterben oder uns zu verletzten. Doch genau in diesem Moment realisierte ich, dass er Tod, der mir zuvor noch so nah war, doch eigentlich so fern war. Ich habe Pläne - große Pläne. Doch was nutzen diese, wenn ich doch sterbe? Ich realisierte, langsam, über mehrere Tage, dass ich eigentlich nie sterben wollte. Ich wollte nur einfach dieses Sinnlosigkeit und Traurigkeit verlieren. Ich wollte wieder ins Licht treten. Wieder zu mir finden - zu meinem wirklichen Ich. 

Das klingt einfach - zu einfach. Doch genau das, war es nicht. Ich bin anfangs zu einem Psychologen gegangen. Leider brachten mir diese Gespräche eher wenig. Doch er gab mir vor allem eines mit auf den Weg: Das ich mein Selbstbewusstsein stärken muss. Und auch das, ist leichter gesagt, als getan. 

Ich begann ab diesem Moment vor allem eines: Ich zwang mich zu leben! Ich begann mich auszuprobieren. Dinge zu erleben. Ich ging feiern, weil ich mich erinnerte, dass mir die Bewegung zur Musik gut tut. Und ich merkte, dass mir Gesellschaft gut tut.
Ich schaffte mir einen kleinen felligen Freund an. Socke. - den flauschigsten Kaninchenmann der Welt. Und bis heute, beruhigt es mich, wenn ich ihm zu sehe oder ihn streichel. Es ist einfach schön, diesen treuen Freund zu haben, dem man alles anvertrauen kann. 


Sehr viel halfen mir auch Spaziergänge und der Gang in die Natur. Ich begann die Natur, zum ersten Mal in meinem Leben, aktiv einzuatmen, Düfte, Geräusche, Gefühle ... in mich aufzusaugen, zu spüren, zu genießen. Wir Menschen kommen nicht aus Häusern. Das wissen wir wohl alle. Aber wir haben viel zu sehr verlernt uns in der freien Natur zu "erden". Uns selbst wieder mit uns und der Natur (in uns) in Einklang zu bringen. Ich habe es gelernt. Ich erinnere mich immer wieder daran, dies bewusst zu erleben. Ich nehme mir die Zeit für mich und mein innerstes. Besonders gut klappt dies auch, wenn ich in einer, mit warmen Wasser gefüllten, Wanne abtauche. Ich halte die Luft an und spüre meinen Herzschlag, Außer mir und meinem Sein gibt es in diesem kurzen Moment nichts. Mir helfen diese "Erdungen" mich zu beruhigen und mich zu orientieren, in meinem eigenen Chaos. 

Ich habe gelernt Menschen gehen zu lassen und nicht fest zu halten. Ich habe gelernt auf mein Innerstes zu hören. Auch wenn ich dies ab und zu vergesse... Und dennoch komme ich immer wieder dazu zurück. Ich weiß, wer ich bin. Ich weiß, dass ich noch viele Pläne habe. Aber das wichtigste ist: 


Ich weiß, dass ich leben will. 

6. März 2017

Hallo du....

  

Ich hoffe, dass du das hier liest. Ich weiß, früher hast du hier regelmäßig rein geschaut. Du warst einer der wenigen, die hiervon wussten. Du warst einer derer, denen ich meine Abgründe anvertraute. Dem ich beichtete, was in meinem Kopf vorgeht. Der mir immer und immer wieder Mut machte. Der mir mit kleinen Aufmerksamkeiten, wie Motivationszeichnungen, den Tag erhellte und mir half nach vorn zu schauen. Derjenige, bei dem ich mich nie verstellen musste. Bei dem ich nie perfekt sein musste. Derjenige, dem ich mich ohne Probleme ungeschminkt zeigte. Und das war zu der Zeit wirklich nicht mein Ding. Schließlich habe ich mich damals selbst kaum ertragen. Das fällt mir heute noch manchmal schwer... Du warst einer derer, der einen wesentlichen Teil dazu beitrug, dass es mir besser ging.... Dass ich begann zu kämpfen. Um mich. Um mein Leben. Auch du hast diesen Überlebenswillen in mir geweckt. Mir gezeigt, was Freundschaft heißen kann. Wir hatten viele schöne Momente. Du hast mich zum Lächeln gebracht. Zu einem ehrlichen Lächeln.


Irgenwann... Kam der Punkt, an dem wir verloren gingen. An dem ich mich aus unserer Freundschaft zurück zog. Ich kann dir bis heute nicht sagen wieso. Und dennoch warst du einfach da. Du hast es hingenommen. Mich aufgefangen. Immer ein offenes Ohr gehabt.Dafür möchte ich dir danken. Für all die Zeit, all die Momente... All die Kleinigkeiten zwischen uns, die mich belebten:

Ich danke für so manche schöne Pausenzeit. 
Ich danke für deine aufmunternden Worte. 
Ich danke für die fast täglichen Cam-Übertragungen.

Ich danke für dein Vertrauen.

Ich danke für deine Freundschaft.
Ich danke dir für einige Konzerte. 
Ich danke dir für eine Nacht mit 248km.
Ich danke dir für deine ehrlichen Worte.
Ich danke dir für den Anruf aus Mag-de-burg! 
Ich danke dir für den Abend in Freiberg. 
Ich danke dir für's "Ich hab dich lieb & will nur, dass du glücklich bist."
Ich danke dir für's hinnehmen meiner verschobenen Art.
Ich danke dir für alles. 

Du fehlst mir. Du und deine Art. Ich würde gern die Zeit zurück drehen & dir öfter schreiben. Mich mehr melden. Mehr dafür tun, dass Du und Ich nicht verloren gehen. Ich werde dich nie vergessen... 

Meine Tür steht immer einen Spalt für dich offen. Du kannst jeder Zeit eintreten. Immer.

Bis Dahin.  (h5) 
Anja 



19. Februar 2017

Neuanfang.

Na? Kennt ihr mich noch? Ich bin's - Anja.
So richtig weiß ich gar nicht, was ich nach so langer Zeit hier schreiben soll. Fakt ist: Ich möchte wieder aktiver auf diesem Blog sein. Ich habe nun seit einigen Wochen darüber nachgedacht und nun geht's los!
In den letzten Wochen und Monaten hat sich vieles verändert - Ich habe mich verändert. Ich habe vieles dazu gelernt - über mich & das Leben. Aber ich bin immer noch Anja. Stärker als jemals zuvor. Selbstsicherer als früher. Mein Leben ist bunt. Und deshalb möchte ich es mit euch hier teilen. Und zwar genau hier.
Ich habe auch darüber nachgedacht, ob ich einen neuen Blog starte - mit neuem Namen, neuen Inhalten,.... Oder ob ich die alten Beiträge einfach löschen werde. Ich habe mich dazu entschieden diesen Blog zu behalten, weiter zu führen und nichts zu löschen. In  all der Zeit, in der es diesen Blog gibt, habe ich nicht nur einige Stunden hier rein gesteckt, sondern auch jede Menge Emotionen. Ich habe mit euch meine tiefsten Abgründe geteilt, weil es mir gut tat, weil ich es brauchte. Es musste einfach raus. Leider hat mir das jemand für eine lange Zeit sehr versaut - ich denke, dass man merkt ab welchem Eintrag ich einfach weniger geschrieben habe. Tja. Ich habe mich nicht unterkriegen lassen. Dafür aber jede Menge dazu gelernt. Ganz besonders eins: Der Umgang mit mir selbst und meinen Gedanken. Und genau das ist der Grund, warum ich nicht einen Eintrag löschen werde. Ich möchte all jenen, denen es einmal im Leben schlecht geht - die nur einen Schritt vom Abgrund entfernt sind - zeigen, dass es besser werden kann. Man benötigt dafür nur eines: Überlebenswillen. Und glaubt mir eines: davon steckt jede Menge in uns.

Ich freue mich darauf... Meine Gedanken, Ideen, Emotionen - mein Leben - wieder ein Stück weit zu teilen.